Neuigkeiten zu "Oldenburg – Stadt der Wissenschaft 2009"
Liebe Oldenburgerinnen, liebe Oldenburger, Liebe Wissenschafts-Interessierte!
Oldenburgs Jahr als Stadt der Wissenschaft ist eröffnet! Mit Experimenten, Kunst und Musik feierten rund 600 Gäste am 21. Januar den Auftakt zum vielleicht wichtigsten Jahr in der Geschichte der Stadt.
Und gleich nach dem Start geht es mit echten Highlights weiter: Der 24. Januar steht ganz im Rahmen der KinderUniversität in der EWE-Arena und am 6. Februar erhält Oldenburg Besuch von der NASA: Der Raumfahrtwissenschaftler Prof. Dr. Jesco von Puttkamer stellt seine Vision unserer kosmischen Zukunft auf dem Mars vor. Am 8. Februar zeigen die Nachwuchsspieler EWE-Baskets dann, wie viel Wissenschaft heute im Sport steckt.
Ein spannendes und faszinierendes Programm erwartet Sie also 2009. Wir laden Sie herzlich dazu ein. Seien Sie dabei und lassen Sie sich begeistern von Ausstellungen, Vorträgen, Konzerten und entdecken Sie Wissenschaft ganz neu!
„Der Impuls“ – Auftaktveranstaltung im Oldenburgischen Staatstheater
 Am 21. Januar wurde im ausverkauften Oldenburgischen Staatstheater das Jahr als „Stadt der Wissenschaft“ für Sponsoren, Projektpartner und interessierte Oldenburger feierlich eröffnet. Gastgeber und Moderator Markus Müller, Generalintendant des Staatstheaters, präsentierte eine Mischung aus Musik, Talk, Experimenten, Film und Künstlern.
In drei Filmen stellten die bereits aus dem Bewerbungstrailer bekannten Kinder Lara, Simon und Malcolm die Leitprojekte für „Stadt der Wissenschaft 2009“ vor. Und sie zeigten Markus Müller, dass Chemie Unsichtbares sichtbar machen kann und wie aus Laugen Säuren werden. Bernhard Wolff vom „Think Theatre“ verblüffte die Zuschauer mit seiner Fähigkeit, rückwärts zu sprechen und erklärte, wo Ideen sind, bevor man sie ausspricht. Auch die Vorstellung des „Theremin“ beeindruckte. Das Instrument, ein Vorläufer des Keyboards, bedeutet bei seiner Erfindung vor 90 Jahren eine neue Dimension in der Musik.
Verkündet wurde zur Eröffnung zudem die Zukunftsfrage, mit der sich die Oldenburger und Oldenburgerinnen in den kommenden Monaten beschäftigen werden: „Wie machen wir Oldenburg zu einer lebendigen und lebenswerten Stadt - die allen Einwohnerinnen und Einwohnern gleiche Chancen bietet, den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen und als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort attraktiv ist?“ Die ersten Antworten gab es noch am Abend. Prof. Dr. Andreas Schlüter vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Prof. Dr. Hans-Jürgen Appelrath von der Carl von Ossietzky Universität, Prof. Dr. Manfred Weisensee von der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven, Michael Wefers von der Universitätsgesellschaft Oldenburg, Dr. Werner Brinker von der EWE AG und Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner stellten ihre Ansichten dar.
Und der Abend hielt noch weitere Überraschungen parat: Das neue, von Radio ffn produzierte Audiologo wurde präsentiert. Ebenso das größte Fotobuch der Welt, das alle Oldenburger mit Fotos zum Thema „Stadt der Wissenschaft“ füllen können ( www.uebermorgenfotobuch.de).
 Zum Finale des Abends ging es dann sportlich zu: Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann und die Teilnehmer des Gästetalks führten einen Kraftakt auf Rädern durch, der in einem Feuerwerk mündete.
Der Eröffnungsreigen zum Wissenschaftsjahr geht am Samstag, den 24.01.2009 ab 15.30 Uhr mit dem Familientag der KinderUniversität in der EWE-Arena weiter.
Auf dem Weg zum Mars
In die unendlichen Weiten des Weltalls können sich alle Oldenburgerinnen und Oldenburger am 6. Februar begeben. Zu Gast im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters ist der Raumfahrtwissenschaftler Prof. Dr. Jesco von Puttkamer. Dort spricht er zu dem Thema „Mission to Mars. Unsere kosmische Zukunft – Eine Vision wird Wirklichkeit“.
In seinem reich bebilderten Vortrag stellt von Puttkamer die Pläne der NASA zur menschlichen Erschließung von Mond und Mars vor. Der 1933 in Leipzig geborene Diplomingenieur von Puttkamer verweist dabei auf eine jahrzehntelange Erfahrung in der bemannten Raumfahrt bei der NASA. Unter Wernher von Braun arbeitet er am Apollo-Mondlandeprogramm mit und begleitete Programme, wie Skylab und Space Shuttle. Später war er verantwortlich für die strategischen Planungen zur permanenten Erschließung des Weltalls und betreut heute Projekte zur Internationalen Raumstation ISS.
Die Erschließung des Mars spielt in den Arbeiten von Puttkamers eine wichtige Rolle. Nach den Plänen der NASA sind im Zeitraum 2015 bis 2020 wissenschaftlich-technische Erprobungen und Forschungen auf dem Mond vorgesehen. Diese Erkenntnisse sollen dann für den ersten bemannten Flug zum Mars genutzt werden.
Mit Dr. Martin Zell wird ebenso ein Wissenschaftler der Europäischen Weltraumagentur ESA anwesend sein und die Anstrengungen seiner Institution in der bemannten Raumfahrt vorstellen.
Die Veranstaltung „Mission to Mars“ wird in Kooperation durchgeführt vom Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst (HWK), der Universität Oldenburg und der Stadt Oldenburg.
Termin: 6. Februar, 16 Uhr
Ort: Oldenburgisches Staatstheater, Kleines Haus
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Die Karten sind erhältlich an der Theaterkasse.
Kommentar des OB
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Oldenburg is on a Mission to Mars! Der Besuch Jesco von Puttkamers ist ein echter Coup. Vielleicht kennt nicht jeder seinen Namen – seine Arbeit aber ganz sicher. Begriffe wie „Apollo“, „Space Shuttle“, „Skylab“ und „ISS“ sind fest in das Gedächtnis der aktuellen Weltbevölkerung eingebrannt. Von Puttkamer war an allen beteiligt.
Sein bisheriges Lebenswerk ist eigentlich schon aufregend und bedeutend genug. Trotzdem richtet sich sein Blick in die Zukunft. Aktuell arbeitet er am Mond-Mars-Langfristprogramm der NASA. Und er scheut auch visionäre Aussagen nicht („Der Mensch wird den Mars zum Ableger seiner Zivilisation machen.“). Damit passt er nicht nur inhaltlich, sondern auch perspektivisch hervorragend nach Oldenburg. Sein Blick geht – ebenso wie unserer – nach Übermorgen!
Prof. Dr. Gerd Schwandner
Oberbürgermeister
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Quadratisch, sprechend, gut: der sprechende Würfel aus Jena
Aus Thüringen erreichte Oldenburg zum Auftakt ein besonderes Geschenk: Jena, Deutschlands Stadt der Wissenschaft 2008, schenkte seiner Nachfolgerstadt einen sprechenden Würfel in einem leuchtenden Orange-Ton. Er wurde am Eröffnungstag im Foyer des PFL enthüllt.
Der Würfel bringt eine Geschichte mit. Sobald sich ein Besucher darauf setzt, beginnt er zu erzählen: vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Geschichte der Stadt der Wissenschaft, von Jena und natürlich von Oldenburg und dem Konzept, das hinter der Übermorgenstadt steht. Gestaltet hat den Würfel die Berliner Künstlerin Dr. Kirsten Weining. Sie war verantwortlich für die in Jena durchgeführte Aktion „Geistesgegenwärtig“, bei der mehrere solcher Würfel zum Einsatz kamen. Neben dem gesprochenen Text fügte sie noch Alltagsgeräusche ein. Ferner lässt sie Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner sowie seinen Jenaer Amtskollegen Dr. Albrecht Schröter zu Wort kommen. Der Oldenburger Musiker Hannes Clauss steuerte Jazzklänge bei.
Der Würfel steht ab sofort im Kulturzentrum PFL und ab dem Frühjahr auf dem Campus der Fachhochschule.
Weitere Veranstaltungstipps
24. Januar 2009
KinderUniversität: Mit Köpfchen zum „Mini-Bachelor“
Für den Familientag der KinderUniversität, den zweiten Teil der Eröffnung des Wissenschaftsjahres, am Samstag gibt es etwas Besonders: Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren können dort „Mini-Bachelor“ werden. Zu den drei Vorlesungen werden Fragen gestellt: Wer alle richtig beantwortet, erhält eine „Mini-Bachelor“-Urkunde und nimmt an einer Verlosung teil. Außerdem dürfen am Familientag der KinderUniversität zum ersten und einzigen Mal Eltern, Omas, Opas, Tanten und Onkel an den Vorlesungen teilnehmen. Karten für den Familientag gibt es unter Tel. 0421/363636 und 01805/361136 (14c/min).
Zeit: ab 15:30 Uhr
Ort: EWE-Arena
28. Januar 2009
Wenn das Öl ausgeht - was dann ? Lassen sich weltweite Verteilungskriege verhindern?
Mit dieser Frage beschäftigt sich das Forum St. Peter in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern Universität Oldenburg - COAST, Stadt Oldenburg - Kulturamt, Agendabüro der Stadt Oldenburg und der Kath. Erwachsenenbildung.
Es scheint sich abzuzeichnen: Die fossilen Brennstoffe Öl, Gas und Kohle, die das Leben in den letzten 180 Jahren so entscheidend geprägt haben, wird es in absehbarer Zukunft in der jetzigen Fülle nicht mehr geben. Wir bewegen uns - so sagen Wissenschaftler - kurz vor dem Scheitelpunkt, wo die Fördermengen nicht mehr erhöht werden können, die Nachfrage aber weiter steigt. Das ist eine der größten Herausforderungen, die auf die Menschheit zukommt. Nur eine umfassende Energiewende kann drohende Ressourcenkriege verhindern sowie den Klimawandel und seine Folgen eindämmen.
Mit: Andreas Zumach, UNO Korrespondent, Genf
Die Veranstaltung steht unter dem Leitthema "Wie wir in Zukunft leben werden".
Zeit: 20 Uhr
Ort: Forumskirche St. Peter, Peterstr. 20
08. Februar 2009
Geht beim Dunking der Pulsschlag hoch?
Oldenburger Sportmediziner erläutern ihre Arbeit
Im Spitzensport wird – zumindest in medizinischer Hinsicht – immer weniger dem Zufall überlassen. Athleten auf Top-Niveau lassen sich sportmedizinisch auf Herz und Nieren testen. Um die möglichen Potenziale zu ermitteln, gewinnt die Leistungsdiagnostik zunehmend an Bedeutung.
 Die Verantwortlichen der EWE Baskets Oldenburg arbeiten seit Jahren mit den besten Sportmedizinern der Stadt zusammen – eine Kooperation, die sich etwa in der vergleichsweise geringen Zahl an Verletzungen auswirkt. Dabei zeichnet sich Basketball durch komplexe Bewegungsabläufe aus, die mit unterschiedlichen Intensitäten bzw. Geschwindigkeiten absolviert werden.
Beim Spiel der Junior Baskets gegen Bayer Leverkusen am Sonntag, dem 8. Februar, dürfen Zuschauer den Sportmedizinern bei ihrer Arbeit einmal über die Schulter blicken. Hier können sie sehen, wie sich etwa in Hochleistungs- und Ruhephasen die individuellen Werte der Spieler verändern. Zudem erläutern Mitarbeiter des Reha-Zentrums Oldenburg Hintergründe der Leistungsdiagnostik.
Zeit: 13 Uhr
Ort: Sporthalle am Haarenufer
Neues aus der Forschung
Oldenburger VWL mit Spitzenbewertung
Neues Ranking auch für Soziologie und BWL
Nach dem aktuellen Forschungsranking des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) gilt die Universität Oldenburg im Bereich der Volkwirtschaftslehre als „forschungsstarke Universität“. Mit diesem Titel dürfen sich neben Oldenburg nur sieben weitere Universitäten schmücken: die HU Berlin, Bonn, Hamburg, Heidelberg, Mannheim, LMU München und Münster. Damit ist die Universität Oldenburg laut CHE nunmehr in zwei von zehn regelmäßig untersuchten Fächern „forschungsstark“. Bereits 2007 hatten die Erziehungswissenschaften den Sprung unter die Besten geschafft.
Aktuelle Ergebnisse präsentiert das CHE auch für die Fächer Soziologie und Betriebwirtschaftslehre. Auch hier schneidet Oldenburg gut ab. Spitzenwerte erreichte die Soziologie in der Kategorie „Promotionen pro Jahr“. Die Oldenburger Betriebswirte und Betriebswirtinnen erreichten in den beiden Kategorien „Drittmittel pro Wissenschaftler“ und „Promotionen pro Wissenschaftler“ Platzierungen in der Spitzengruppe
Mehr Informationen unter www.che.de/forschungsranking_2008
Assistenz im Alter
Neuer Forschungsverbund mit starker Oldenburger Beteiligung
„Gestaltung altersgerechter Lebenswelten“ (GAL) – unter diesen Namen hat im Herbst ein neuer, vom Land Niedersachsen finanzierter Forschungsverbund seine Arbeit aufgenommen, um IT-basierte Assistenzsysteme für ein gesundes und möglichst unabhängiges Leben im Alter zu entwickeln und erproben.
Aus Oldenburg sind das Informatik-Institut OFFIS, das Kompetenzzentrum HörTech, das Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik der Universität sowie die neu gegründete Abteilung für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie an dem Projekt beteiligt. Weitere Partner im interdisziplinären GAL-Netzwerk sind die TU Braunschweig, die Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), die Berliner Charité sowie die Universitäten Vechta, Osnabrück und Potsdam. Die Sprecher des Forschungsverbunds sind Prof. Dr.-Ing. Andreas Hein (OFFIS) und Prof. Dr. Reinhold Haux (TU Braunschweig). Das auf drei Jahre angelegte Projekt hat ein Gesamtvolumen von 3,1 Millionen Euro.
Mehr Informationen unter www.altersgerechte-lebenswelten.de
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