Neuigkeiten zu "Oldenburg – Stadt der Wissenschaft 2009"
Liebe Oldenburgerinnen, liebe Oldenburger, Liebe Wissenschafts-Interessierte!
Sie sollten sich schon jetzt den 11., 12. und 13. Juni rot in Ihrem Terminkalender markieren. Diese drei Tage stehen ganz im Zeichen der Stadt der Wissenschaft und warten mit vielen spannenden Aktionen auf. So werden die Leitprojekte „Energie für Übermorgen“ und „Schlaues Haus“ am 11. Juni eröffnet. Neben der Wissenschaftsbox auf dem Schlossplatz erwartet alle Neugierigen eine „Spur der Wissenschaft“ durch die Oldenburger Innenstadt und die „Lebensadern der Übermorgenstadt“ auf dem Julius-Mosen-Platz. Am 12. Juni begrüßt TV-Star Jörg Pilawa alle Experimentierfreudigen in der Oldenburger Innenstadt zur „Längsten Experimentiermeile“. Und ab dem 13. Juni blüht in der Oldenburger Innenstadt die Wissenschaft und verwandelt Plätze und Straßen in die „Traumgärten 2009“. Diese stehen diesmal unter dem Motto „Natur schafft Wissen“.
Gut, dass Sie sich nach diesen drei aufregenden Tage am Sonntag, dem 14.6., entspannen können – zum Beispiel bei der Veranstaltungsreihe „Köpfe und Töpfe“ im Restaurant Tafelfreuden. Lassen Sie sich von wissenschaftlicher Kochkunst verwöhnen!
Wir wünschen guten Appetit und spannende Tage in der Stadt der Wissenschaft.
Herzliche Grüße,
das Projektbüro Stadt der Wissenschaft und die Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH.
Jörg Pilawa präsentiert die längste Experimentiermeile Deutschlands
Am „Tisch der Generationen“ zeigen am 12. Juni Jung und Alt wissenschaftliche Experimente. Der längste Experimentiertisch Deutschlands misst circa 100 Meter  und wird in der Langen Straße am Lefferseck aufgebaut. An einem Ende werden Kids aus Kindergärten naturwissenschaftliche Experimente demonstrieren und die Besucher der City zum Mitmachen animieren. Je weiter Sie den Tisch abschreiten, desto „älter“ wird er. Es folgen Grundschüler, Mittelstufen- und Oberstufenschüler. Dann geht es weiter mit Studierenden, Doktoranden, Wissenschaftler, bis Sie schließlich zum anderen Ende gelangen, wo pensionierte Professoren experimentieren.
Gemeinsam mit dem Fernsehmoderator Jörg Pilawa präsentieren die Forscher Experimente aus Biologie, Physik und Chemie. Sie zeigen, dass Experimente generationsübergreifend eine ungemeine Faszination ausüben. Und Mitmachen ist natürlich für alle Interessierten ausdrücklich erlaubt! Lehrer der Naturwissenschaften, die mit ihren Schülern an diesem Event teilnehmen möchten, sind ebenfalls herzlich eingeladen.
12. 6.: Die längste Experimentiermeile Deutschlands
Zeit: ab 14 Uhr
Ort: Lange Str., zwischen Lappan und Lefferseck
Ansprechpartner für interessierte Schulklassen: Marco Beeken, Email: Marco.Beeken@uni-oldenburg, Tel.: 0441-798 3693
Weitere Informationen unter: www.uebermorgenstadt.de/DE/Leitprojekte/p10_Ich_zeige_dir_wie_Wissenschaft_funktioniert/index.php
Kommentar des OB
|
 |
|
Haben Sie mal darüber nachgedacht, warum der Mensch sich ständig weiterentwickelt? Warum wir heutzutage in hochtechnisierten, energieeffizienten Eigenheimen wohnen anstatt in Höhlen zu hausen? Ist das einfach nur der Lauf der Dinge?
Ich glaube nicht. Es liegt an der Neugier des Menschen, dass wir tagtäglich neue Erkenntnisse gewinnen. Es gibt zwar eine natürliche Evolution. Die großen Schritte und die rasanten Entwicklungen erreichen wir aber aus eigener Motivation. Weil der Forscherdrang in uns steckt.
Mit der längsten Experimentiermeile rücken wir das Entdecken in den Mittelpunkt. In den Mittelpunkt des Interesses und in den Mittelpunkt der Stadt. Jeder – klein, groß, oder irgendwo dazwischen – kann seiner Neugier freien Lauf lassen. Jeder kann seine Freude am Forschen und Verstehen entdecken – oder wiederentdecken.
Verpassen Sie diese Gelegenheit nicht. Seien Sie neugierig. Seien Sie entdeckungslustig. Oldenburg gibt Ihnen die Gelegenheit dazu. Mitten in der Stadt.
Prof. Dr. Gerd Schwandner
Oberbürgermeister
|
Eröffnung der Leitprojekte „Energie für Übermorgen“ und „Schlaues Haus“
Wissenschaftsbox, Spur der Wissenschaft und Lebensadern der Übermorgenstadt – all das sagt Ihnen nichts? Das wird sich am 11. Juni ändern. Um 12 Uhr werden diese Bestandteile der beiden Energie-Leitprojekte auf dem Schlossplatz eröffnet.
In der Wissenschaftsbox (Schlossplatz) präsentieren die EWE AG und ihre Projektpartner anhand spannender interaktiver Exponate Forschungsthemen wie Photovoltaik, Brennstoffzellen und Offshore-Windenergie. Ein weiteres Thema in der Wissenschaftsbox ist das „Schlaue Haus“. Erleben Sie, wie sich Energieeinsparung und steigender Komfort miteinander verbinden lassen. Die Wissenschaftsbox stellt eine Auswahl technischer Visionen im Bereich Energie und Wohnen vor, die schon heute im OFFIS-Labor und im „Zentrum Zukunft“ der EWE in Emstek erprobt werden.
Einblick in die Energie-Infrastruktur geben die „Lebensadern der Übermorgenstadt“: Eine Medien- und Lichtinstallation auf dem Julius-Mosen-Platz demonstriert, wann in Oldenburg wie viel Energie verbraucht wird, und gibt Einblick in das unterirdische Leitungsnetz.
Verbunden werden die „Lebensadern der Übermorgenstadt“ und die Wissenschaftsbox durch die „Spur der Wissenschaft“. Sie besteht aus zehn Stelen in der Innenstadt, die jeweils eine Oldenburger Energieforschungseinrichtung oder ein Forschungsprojekt vorstellen. Zu jeder Stele gibt es dazu spannende Hörbeiträge – ganz einfach per Telefon abrufbar.
ab 12. Juni: „Energie für Übermorgen“ und „Schlaues Haus“
Ort: Schlossplatz (Wissenschaftsbox), Julius-Mosen-Platz (Lebensadern der Übermorgenstadt) und verteilt im Innenstadtbereich die Stelen der „Spur der Wissenschaft“
Öffnungszeiten der Wissenschaftsbox: täglich 10 - 20 Uhr
Weitere Informationen unter: www.uebermorgenstadt.de/DE/Leitprojekte/p02_energie_fuer_uebermorgen/index.php
und unter www.uebermorgenstadt.de/DE/Leitprojekte/p04_schlaue_haus/index.php
Traumgärten 2009 – Natur schafft Wissen
Ein Sommer ohne die Traumgärten ist in Oldenburg inzwischen kaum mehr denkbar. Seit vielen Jahren erfreuen die prachtvollen Kompositionen die Besucherinnen und Besucher der Innenstadt und sorgen für eine entspannte und fröhliche Atmosphäre. 2009 lassen Garten- und Landschaftsbauer in der City einmal mehr Blütenträume wahr werden. Dass diese in Oldenburgs Jahr als „Stadt der Wissenschaft“ unter dem Motto „Natur schafft Wissen“ stehen, macht ganz neue Sichtweisen möglich.
An sieben Standorten versprechen die Traumgärten Genuss für alle Sinne. Vielfältig und phantasievoll locken sie zu floralen Entdeckungsreisen der besonderen Art. Besucher können etwa erleben, wie der Lotuseffekt der Natur in der Technik verwendet wird oder welche medizinischen Wirkungen Pflanzen entfalten. Bei einer Tour über die verschiedenen Kontinente zeigen sich bislang unbekannte, exotische Pflanzenwelten. So sind – Premiere in Oldenburg – dank einer intensiven Zusammenarbeit mit der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Blankenburg sogar afrikanische und zentralasiatische Gärten zu sehen.
ab 13. Juni: „Traumgärten 2009“
Orte: sieben Standorte in der Innenstadt – Lefferseck, Heiligengeiststraße, Bruns-Eck, Lappan, Waffenplatz, Abraham, Rathaus
Weitere Informationen unter: www.uebermorgenstadt.de/DE/Leitprojekte/p03_tatort_alltag_wissenschaftsgaerten/index.php
Gemeinsame Radtour mit 150 Groningern am Himmelfahrtswochenende
Am Himmelfahrtswochenende vom 22. bis 24. Mai sind circa 150 Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Reichsuniversität Groningen in  Oldenburg zu Gast. Grund genug für die Stadt Oldenburg und ihre Kooperationspartner, am Samstag drei große Radtouren für Oldenburger und Groninger zu veranstalten.
Für diejenigen Radfahrerinnen und Radfahrer, die es am 23. Mai etwas ruhiger angehen wollen, wird eine knapp 20 Kilometer lange Rundfahrt in Oldenburg mit verschiedenen Zwischenstationen unter anderem im Dobbenviertel, im Botanischen Garten, an der Fahrradstation und im Hörgarten angeboten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die längeren Routen laufen auf der gut ausgeschilderten „Route um Oldenburg“. Eine 65 Kilometer lange Tour führt in einem südlichen Halbkreis vom Woldsee über Sandkrug bis zur Hunte. Ganz um Oldenburg herum führt die 110 Kilometer lange Rundfahrt. Stationen in Sandkrug und Fuchsberg laden zu Zwischenstopps ein. Bereits während der Fahrt besteht die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen. Abgerundet wird der Tag für die Radlerinnen und Radler mit einem Grillfest.
23. Mai: Oldenburg und Groningen auf Tour
Kontakt: Geschäftsstelle des TuS Bloherfelde, Telefon (0441) 95 71957, Email info@tus-bloherfelde.de
Weitere Informationen zu den Touren gibt es im Internet unter www.route-um-oldenburg.de und unter www.tus-bloherfelde.de
Mitten im Übermorgen Vom 16. – 30. Mai rückt Oldenburg das Wissen ins Zentrum
Oldenburger und Besucher der Stadt sind aufgerufen, sich ab dem 16. Mai „Ab in die Mitte“ zu begeben. In der Fußgängerzone werden im Rahmen der niedersächsischen Innenstadtoffensive Aktionen rund um das Motto „Mitten im Übermorgen – Oldenburg rückt das Wissen ins Zentrum“ geboten.
Zwei Ideen verfolgt das Projekt: die Präsentation der engen Verbindung von Wissenschaft und Einzelhandel sowie die Thematisierung (studentischen) Wohnens in der Innenstadt.
 Das von der Stadt Oldenburg gemeinsam mit dem City-Management Oldenburg veranstaltete Projekt beinhaltet folgende Aktionen:
Am 16. Mai werden in der Eröffnungsveranstaltung „Waren-Wunder-Welt“ „wearable technology“, Mode von Übermorgen und chemische Experimente auf dem chemical catwalk am Lefferseck präsentiert. Ebenfalls an diesem Tag eröffnen drei „Studentenbuden“ in der City und lassen alle Besucher eine Zeitreise ins akademische Wohnen der Jahre 1969 (Container am Kasinoplatz), 2009 (Wohnwabe im Einrichtungshaus Ullmann; Heiligengeiststraße) sowie 2029 (Container in der Haarenstraße) erleben. Am 20. und 27. Mai heißt es „Rent a prof“. In Geschäften der Innenstadt präsentieren Wissenschaftler der Oldenburger Hochschulen, welches Know-How in Produkten des Einzelhandels steckt. Dass in den Produkten des Alltags nicht nur Wissen, sondern auch Töne verborgen liegen, zeigt das Blauschimmel-Atelier mit seinem integrativen Ensemble „BlueScreen“. Während eines Konzertes werden die Klangmöglichkeiten von Töpfen, Eierschneidern und Handtaschen erforscht wird.
Beendet wird „Mitten im Übermorgen“ mit dem Lichterfest 2.0, einem Familienfest in den Wallanlagen, bei dem auf der Haaren von Kindern selbst gebastelte und mit LED-Lämpchen versehene Leuchtflöße zu Wasser gelassen werden.
Weitere Informationen unter www.oldenburg.de/stadtol/index.php?id=4042&L=
Vox Humana macht Grenzenlose Klangwelten hörbar Eine Powerpointperformance für Stimmkünstler und Instrumentalisten
Das Oldenburgische Staatstheater versteht sich als Ort des klassischen ebenso wie  des zeitgenössischen Musiktheaters. Aber wie sieht die Zukunft der Oper aus? In Kooperation mit dem Haus des Hörens begibt sich das Team um den Schweizer Komponisten und Regisseur Leo Dick für ihr musikalisches Theater „Vox humana – The singing machine“ auf eine Forschungsreise. Gegenstand dieser „theatralen Versuchsanordnung“ ist der von Menschen erzeugte Klang – in seiner elementarsten Form, der Stimme.
Das Musiktheaterprojekt „Vox humana – The singing machine“ eröffnet die Reihe „OPERationX“ des Oldenburgischen Staatstheaters. Karten sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich.
Weitere Informationen finden Sie unter www.uebermorgenstadt.de/DE/Leitprojekte/p09_Grenzenlose_Klangwelten/index.php
Übermorgenfotobuch
Auf den Veranstaltungen der „Stadt der Wissenschaft 2009“ gibt es viele spannende Dinge zu entdecken. Mit Ihren schönsten Erinnerungsfotos können Sie jetzt bei einem einzigartigen Projekt mitmachen! Denn die Oldenburger Unternehmen CeWe Color und EWE TEL sowie das Institut OFFIS wollen in diesem Jahr die Fotos der vielen Veranstaltungen für ein Forschungsprojekt analysieren und auswerten.
Helfen Sie mit und laden Sie Ihre Fotos in die Bildergalerie der „Übermorgenstadt“ www.uebermorgenfotobuch.de hoch.
Unter allen Teilnehmern werden attraktive Preise verlost. Also, jetzt schnell auf www.uebermorgenfotobuch.de registrieren und Aufnahmen der „Übermorgenstadt“-Events in Oldenburg ins Netz stellen.
Veranstaltungstipps
fortlaufend
Wanderausstellung Stadt der Wissenschaft
Lernen Sie die Stadt der Wissenschaft kennen und erfahren Sie alles zu den 16 Leitprojekten. Eine Wanderausstellung präsentiert alle Projekte in den kommenden Wochen an unterschiedlichen Orten in der Stadt.
bis 17.5.
Ort: Hauptbahnhof Oldenburg, Wartesaal/ Reisezentrum
Zeit: Dienstag bis Freitag 7-19 Uhr, Samstag 8-16 Uhr, Sonntag 10-19 Uhr
Weitere Informationen: www.uebermorgenstadt.de/DE/Veranstaltungen/index_neu.php?we_objectID=1032137
18. bis 24.5.
Ort: OLantis Huntebad, Am Schlossgarten 15, 26122 Oldenburg
Zeit: Montag 12-21 Uhr, Dienstag bis Freitag 6.30-21 Uhr, Samstag 6.30-20 Uhr, Sonntag 8-20 Uhr
Weitere Informationen unter: www.uebermorgenstadt.de/DE/Veranstaltungen/index_neu.php?we_objectID=1032824
25.5. bis 12.6.
Ort: Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg (TGO), Marie-Curie-Str. 1
Zeit: montags bis donnerstags 8-17 Uhr, freitags 8-14 Uhr
Weitere Informationen: www.uebermorgenstadt.de/DE/Veranstaltungen/index_neu.php?we_objectID=1346441
21.5.
Grenzenlose Klangwelten für Himmelsstürmer
Die faszinierende Veranstaltungsreihe geht in die nächste Runde. An Himmelfahrt erklingt Messiaens vierteiliger Orgelzyklus in der St. Lambertikirche. Die Choralschola Oldenburg bringt unter Leitung von Manuel Uhing gregorianische Gesänge zum Himmelfahrtstag zum Vortrag. Direkt übertragen wird auch dieses Konzert in das OLantis Huntebad und sorgt dort für ein einmaliges Badeerlebnis.
Zeit: 19 Uhr
Ort: OLantis Huntebad und St. Lambertikirche
Weitere Informationen unter: www.uebermorgenstadt.de/DE/Veranstaltungen/index_neu.php?va_date_start=21.05.09
13.6.
Uni am Markt
Prof. Dr. Michael Sonnenschein und Dr. Ute Vogel präsentieren eine Kurzvorlesung zum Thema "Organisieren lernen von Ameisen: Computerverfahren auf der Grundlage von biologischen Systemen".
Zeit: 11 Uhr
Ort: Oldenburgisches Staatstheater/ Exerzierhalle
Weitere Informationen: www.uebermorgenstadt.de/DE/Veranstaltungen/index_neu.php?we_objectID=220962
14.6.
Köpfe & Töpfe – Oldenburgs Wissenschaft kocht!
Stefan Aufleger präsentiert in seinem Restaurant Tafelfreuden kochende Wissenschaftler und ein illustres Rahmenprogramm. Heute bereitet Dr. Reinhard Schulz in Begleitung von Jörn Anders (Trompete) und Martin Flindt (Gitarre) einen kulinarischen „Jazzkochabend“.
Zeit: Empfang ab 19.30 Uhr
Ort: Restaurant Tafelfreuden, Alexanderstr. 23
Anmeldung erforderlich unter Tel. 0441-8 32 27
Weitere Informationen: www.uebermorgenstadt.de/DE/Veranstaltungen/index_neu.php?we_objectID=816120
Neues aus der Forschung
Ambulatorium für ReHabilitation
Neue Einrichtung der Sonderpädagogen für Forschung und Lehre
Die Erforschung und Weiterentwicklung von Unterstützungsangeboten für Menschen mit Beeinträchtigungen bzw. in Risikolagen steht im Mittelpunkt des neu eröffneten „Ambulatoriums für ReHabilitation“ am Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik.
Das Ambulatorium, das von Professoren und Professorinnen des Instituts geleitet wird, wird künftig Diagnostik, Beratung und Förderung für unterschiedliche Zielgruppen bieten. Derzeit gibt es vier thematische Schwerpunkte: Im Bereich „Unterstützte Kommunikation“ werden Hilfsmöglichkeiten für Menschen erforscht, die nicht (mehr) lautsprachlich kommunizieren können. Angesprochen sind Personen mit verschiedenen Behinderungen oder Erkrankungen. Im Bereich „Diagnostik und Förderung für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsrisiken“ wird aktuell ein Lerntraining für Jugendliche mit Aufmerksamkeitsstörungen („LeJA“) durchgeführt und evaluiert. Die Arbeitsgruppe „Hörsensible Universität“ bietet eine Clearingstelle für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, speziell für betroffene Studierende, an. Als viertes wird eine Clearingstelle für den Bereich „Schulabsentismus und Dropout“ eingerichtet.
In den sonderpädagogischen Tätigkeiten und in den Forschungsprojekten werden auch Studierende aktiv eingebunden, so dass sie berufspraktische Fertigkeiten bereits im Studium erlernen können. Aufgabe des Ambulatoriums, das sich als Bindeglied zwischen Forschung, Praxis und Lehre versteht, ist zudem die Verbesserung der Zusammenarbeit mit universitären und außeruniversitären Forschungs- und Praxiseinrichtungen.
Weitere Informationen unter www.sonderpaedagogik.uni-oldenburg.de/37417.html
Minderheiten im Mittelpunkt:
Poetik-Professur für Lutz van Dijk
Der deutsch-niederländische Schriftsteller Dr. Lutz van Dijk übernimmt im Sommersemester 2009 die Poetik-Professur für Kinder- und Jugendliteratur der Universität Oldenburg. Er wird in öffentlichen Vorlesungen über seine Arbeit als Schriftsteller und Menschenrechts-Aktivist in Südafrika, über den Einfluss seines sozialen und politischen Engagements auf sein literarisches Schaffen sowie die Rolle der Jugendliteratur in unterschiedlichen Kulturen sprechen. Der 1955 in Berlin geborene van Dijk, der inzwischen die niederländische Staatsbürgerschaft angenommen hat, lebt und arbeitet heute in Amsterdam (Niederlande) und Kapstadt (Südafrika).
Van Dijks Bücher zu dem Themen Holocaust, Faschismus und Widerstand, Homosexualität sowie Afrika richten sich vor allem an Jugendliche und stellen Minderheiten in den Mittelpunkt. Sie erzählen von jungen Leuten, die anders sind als die Mehrheit und sich als Juden, Homosexuelle und HIV-Infizierte für ihre Rechte einsetzen. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. 1997 mit dem Jugendliteraturpreis von Namibia und 2001 mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis. 2004 erhielt er für sein Engagement für die Rechte von Homosexuellen den Rosa Courage Preis von Gay in May, Osnabrück.
Die Poetik-Professur für Kinder- und Jugendliteratur besteht seit vier Jahren und wurde bisher an Paul Maar, Mirjam Pressler, Kirsten Boie und Jutta Richter vergeben.
Die Lesungen im Rahmen der Poetik-Professur:
(jeweils mittwochs, 18.00 Uhr, Bibliothekssaal, Uhlhornsweg)
„In mir“, 20. Mai 2009
„In der Welt“, 27. Mai 2009
Weitere Informationen unter www.olfoki.uni-oldenburg.de/
|