Neuigkeiten zur Stadt der Wissenschaft 2009
Liebe Oldenburgerinnen, liebe Oldenburger, Liebe Wissenschafts-Interessierte!
es tut sich was in Oldenburg - Wir begrüßen Sie mit einem herzlichen Moin aus dem Projektbüro "Stadt der Wissenschaft 2009".
Dieser Newsletter wird Sie regelmäßig mit Informationen rund um die Stadt der Wissenschaft versorgen - wir freuen uns auf unser Wissenschaftsjahr 2009 und darauf, gemeinsam mit Ihnen den Weg in die Zukunft zu beschreiten.
Los geht's: Bis zur Eröffnung des Oldenburger Wissenschaftsjahrs 2009 sind es noch sechs Monate - doch schon heute, am 1. Juli 2008, startet die erste Aktion. In den kommenden Wochen und Monaten wird Ihnen des Öfteren eine Frage über den Weg laufen: die Zukunftsfrage. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie auf der Homepage der "Übermorgenstadt" unter www.uebermorgenstadt.de.
Projekt „Die Zukunftsfrage“
 Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner stellte mit Dr. Dirk Lange (Professor für Didaktik der politischen Bildung an der Universität) und Rüdiger W. Storim M.A. (Fa. Ströer Deutsche Städte Medien GmbH) dazu im Oldenburger Rathaus ein von Oldenburger Marketingstudierenden entwickeltes Großflächenplakat vor. Das Motiv „Guten Übermorgen!“ weist für zehn Tage im Juli in der Stadt auf das Leitprojekt „Die Zukunftsfrage“ hin. Bis in den Herbst hinein haben die Oldenburger die Möglichkeit, ihren Vorschlag für eine Zukunftsfrage im Internet ( www.uebermorgenstadt.de) oder beim Projektbüro „Stadt der Wissenschaft“ einzureichen. Zum Jahresende wird unter den hoffentlich zahlreichen Eingaben eine Frage ausgewählt – und von Wissenschaftlern aller Fachrichtungen im Jahr 2009 beantwortet.
Prof. Dr. Lange ist der Ideengeber der „Zukunftsfrage“ und erklärt ihren Sinn so: „Oldenburg will zur Übermorgenstadt werden. Die Zukunft verheißt uns aber nicht nur Schönes. Sie birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Wir wollen erfahren, auf welche Fragen wir als Kommune Antworten finden müssen.“
Die Plakataktion bildet den Auftakt für weitere geplante Aktionen zur „Zukunftsfrage“, die bis in den Herbst dieses Jahres gehen werden. Christian Bruns, Mitglied der Studentengruppe, die das aktuelle Motiv entworfen hat, will mit dem Plakat vor allem auf die Internetseite verweisen: „Mit ‚Guten Übermorgen!’ haben wir eine ungewöhnliche Ansprache gewählt. Die Aufforderung ‚Frag’s weiter!’ soll neugierig machen und den Betrachter animieren, uns seine Zukunftsfrage zu geben. Auf www.uebermorgenstadt.de haben dann alle die Möglichkeit, ihre Zukunftsfrage einzugeben.“
Die Plakataktion zur „Zukunftsfrage“ wird unterstützt von der Firma Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, die die Werbeflächen für die Plakate zur Verfügung stellt. Geschäftsführer Rüdiger W. Storim M.A.: „In diesem spannenden Projekt haben wir hervorragend mit Studenten der Carl von Ossietzky Universität zusammengearbeitet. Sie haben das Plakat im Rahmen eines von uns konzipierten und durchgeführten Projektseminars entwickelt. Wir stellen die Flächen – und die Oldenburgerinnen und Oldenburger die Fragen für übermorgen. Von diesem Zusammenspiel profitiert die ganze Stadt.“
Kommentar des OB
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Wer ein wenig durch unsere Website klickt, stößt früher oder später auf ein Zitat von Woody Allen: „Ich denke viel an die Zukunft, weil das der Ort ist, wo ich den Rest meines Lebens zubringen werde“. Eigentlich eine ganz banale Feststellung – aber in ihrer Einfachheit absolut überzeugend. Nichts ist wichtiger, als sich mit der Zukunft zu beschäftigen. Und deshalb stellt Oldenburg die Zukunftsfrage.
Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten darauf. Die Frage ist subjektiv. Sicherlich gibt’s ein paar Dinge, auf die sich alle einigen könnten. Auf den hohen Stellenwert von Bildung zum Beispiel. Aber unterhalb solcher Top-Themen gibt es ganz unterschiedlichen Ansichten und Hoffnungen.
Das Projekt Übermorgenstadt war von Anfang auf die Beteiligung der Bevölkerung angelegt. Das soll auch so bleiben. Wir wollen die Zukunft Oldenburgs nicht von oben nach unten bestimmen. Stattdessen möchten wir wissen, wie Sie – die Bürgerinnen und Bürger – sich die Zukunft unserer Stadt vorstellen. Was ist Ihnen wichtig? Und was nicht? Und welche eigenen Ideen haben Sie für Oldenburg?
Überlegen Sie mit, machen Sie mit! Ihre Gedanken können die Zukunft Oldenburgs entscheidend beeinflussen und gestalten! Ich freue mich auf eine rege Beteiligung und viele spannende Antworten!
Prof. Dr. Gerd Schwandner
Oberbürgermeister
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Aktuelle Forschungshighlights aus Oldenburg
Weiteres Großprojekt zur Klimaanpassung
Starke Nachfrage nach Oldenburger Nachhaltigkeitsforschung
Strategien und konkrete Maßnahmen entwickeln, damit Küstenregionen im Nordseeraum die Folgen des Klimawandels und Aufgaben ihrer strukturellen Entwicklung meistern können – das ist das Ziel des von der EU geförderten internationalen Projektclusters „Europas nachhaltige Küstenregionen“, an dem die Universität Oldenburg über das Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung (COAST) maßgeblich beteiligt ist. Zusätzlich zu den Oldenburger WissenschaftlerInnen arbeiten Arbeitsgruppen aus den skandinavischen Ländern, aus Großbritannien, den Niederlanden und Belgien an dem Projekt. Von den rund 15 Millionen Euro Fördermittel entfallen etwa fünf auf COAST. Es ist das zweite Großprojekt, an dem COAST beteiligt ist. Erst kürzlich gab es deutliche Signale, dass das unter dem Dach von COAST arbeitende wissenschaftliche Zentrum CENTOS (Center for Sustainability Economics and Management) drei Millionen Euro Fördermittel vom Bundesforschungsministerium (BMBF) erhält. Im Herbst wird mit dem endgültigen Bescheid gerechnet. In diesem Vorhaben „Nordwesten 2050“ das von der Metropolregion Bremen-Oldenburg beantragt wurde, soll eine mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft abgestimmte „Roadmap of Change“ für klimaangepasste Innovationen erstellt werden.
Erstaunliche biologische Vielfalt auf den Ostfriesischen Inseln
Deutschlandweit einzigartige Gesamtübersicht über den Nationalpark
1.500 Pflanzen- und über 8.000 Tierarten, d.h. ein Viertel der Flora und ein Fünftel der Fauna Deutschlands: Diese erstaunliche biologische Vielfalt findet sich auf den Ostfriesischen Inseln, wie ein kürzlich an der Universität Oldenburg abgeschlossenes Forschungsprojekt ergeben hat. Mehr als 80 Experten waren an dem langjährigen Projekt beteiligt, das u.a. mit Mitteln der Niedersächsischen Wattenmeerstiftung finanziert wurde. Die Forschungsergebnisse sind in einem 470 Seiten starken Handbuch zusammengefasst, in dem erstmalig für einen deutschen Nationalpark eine umfassende Gesamtübersicht über die floristische und faunistische Artenvielfalt gegeben wird. Angesichts der Gesamtfläche der Inseln von lediglich etwas mehr als 100 Quadratkilometern – das macht nur 0,03 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands aus – könne durchaus von einem „hot spot“ der Artenvielfalt in Deutschland, wahrscheinlich sogar in Nordeuropa, gesprochen werden, so die Wissenschaftler.
Linguistisches Neuland
Weißrussische Sprache bisher kaum erforscht
Die gegenwärtige Sprachsituation in Weißrussland ist ein weißer Fleck in der Sprachwissenschaft. Es gibt kaum Bestandsaufnahmen zum aktuellen Sprachverhalten der Bevölkerung, was zum einen an einer weißrussisch-russischen Polarisierung der „Intelligenz“ des Landes, zum anderen am wissenschaftsgeschichtlichen Hintergrund der ehemaligen Sowjetunion liegt. Deshalb sprach die VolkswagenStiftung dem Slavisten Prof. Dr. Gerd Hentschel und dem Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Bernhard Kittel von der Universität Oldenburg eine Drittmittelförderung in Höhe von knapp einer halben Million Euro zu.
Mehr Informationen zu den einzelnen Themen:
www.uni-oldenburg.de
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