Die Übermorgenstadt

„Wir haben eine junge Universität, eine lebendige Wissenschaftsszene. Wir sind eine Stadt voller kreativer und kluger Köpfe – und wollen es auch in Zukunft bleiben“ – mit diesen Worten verdeutlicht Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner, warum die Wahl Oldenburgs zu Deutschlands „Stadt der Wissenschaft 2009“ eine gute war.

Die niedersächsische Universitätsstadt erinnerte sich 2009 an den amerikanischen Filmregisseur und Schauspieler Woody Allen. „Ich denke viel an die Zukunft, weil das der Ort ist, wo ich den Rest meines Lebens zubringen werde“, hat er einmal gesagt. Wir haben aus diesem Gedanken die Idee der Übermorgenstadt abgeleitet. Sie ist die Triebfeder für die Weiterentwicklung Oldenburgs. „Grundlage dafür sind“, so sagt Schwandner, „die Förderung von Talenten und die Schaffung eines gesellschaftlich und geistig toleranten Klimas“. Ohne sie gibt es keine Spitzenforschung und auch keine Entwicklung von Spitzentechnologien.

Sicher ist: 2009 haben wir viel über die Zukunft Oldenburgs erfahren. Es konnten Anstöße gegebene werden um uns im Wettbewerb der Städte zu behaupten und die Bedeutung Oldenburgs als Wissenschaftsstandort weiter steigern zu können. Und das alles mitten im Alltag, mitten im Leben. Die Übermorgenstadt zu schaffen, heißt, Utopien zu denken, Visionen weiterzuentwickeln und den Dialog zwischen Bürgern und Wissenschaftlern über die Frage anzustoßen, wie man einmal leben möchte – aber immer mit Bodenhaftung und gelegentlich auch mit ironischem Augenzwinkern. Die Themen dafür liegen auf der Hand: etwa nachhaltige Ökonomie, Klimaschutz, demografischer Wandel, Zukunft der Bildung oder der sozialen Balance.

Übermorgenstadt als Leitbild für die Stadtentwicklung

Übermorgenstadt ist als ein Leitbild für die Stadtentwicklung gedacht. Es geht uns überhaupt nicht darum, ob Magnetschwebebahnen eine Stadt durchqueren. Fliegende Roboter (von denen wir übrigens welche haben) interessieren uns hier auch
Diagramm Stadtentwicklung Oldenburg bis 2014
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nicht. Es geht vielmehr um eine Vision für die ganze Stadt und darum, wie der Dialog zwischen Wissenschaftlern und Gesellschaft ihre Entwicklung voranbringen kann. »Stadt der Wissenschaft 2009« war für uns Meilenstein und Sprungbrett in einem. Und schaffte die Möglichkeit, Schwung zu holen für weiter reichende Pläne, die darauf abzielen, Oldenburg als Wissenschafts- und Technologiestadt, als Bildungs- und Kulturzentrum zu positionieren. Kurz: als Stadt von übermorgen.

16 Leitprojekte für die Übermorgenstadt

Über das Jahr konnte so anhand von 16 Leitprojekten und knapp 800 Veranstaltungen deutlich werden, welche Antworten die Wissenschaft auf die brennendsten Fragen kennt und welche Rolle sie im normalen Leben der Bürger spielt. Von den Fragen des Alltags über die theatrale Aufarbeitung wissenschaftlichen Arbeitens und Forschens bis zur Erkundung des Watts per Live-Übertragung war in diesem Jahr vieles möglich.

Und bei all diesem ist eins sicher: Oldenburg bleibt eine Übermorgenstadt. Versprochen.

Hier steht Ihnen die Grafik "Die Idee der Übermorgenstadt" zum Download bereit!