Nachgefragt bei Dr. Michael Buschermöhle
Weißt du, wie man hört und wie ein Hörgerät funktioniert? Michael Buschermöhle weiß es. Er ist Hörforscher und hat den Wonx ein paar Fragen zu seiner Arbeit beantwortet.
Herr Buschermöhle, Sie sind Hörforscher. Was ist das?
Als Hörforscher versuche ich herauszufinden, wie die Ohren funktionieren und warum einige Menschen schlechter hören können als andere. Ganz wichtig ist es mir, den Menschen mit einem Hörverlust helfen zu können, indem ich auch Forschung für Hörgeräte mache.
Können Sie besonders gut hören?
Nein, ich höre genauso gut wie die meisten Menschen.
Beim Leitprojekt „Grenzenlose Klangwelten“ zeigen Sie, wie man unter Wasser hört. Wie geht das?
Im OLantis Huntebad sind Unterwasserlautsprecher angebracht, die Schall im Schwimmbecken erzeugen können. Die Schallschwingungen unter Wasser erreichen nur dann das Innenohr, wenn man seinen Kopf ins Wasser hält. Das heißt, über Wasser hört man von der Musik, die ins Wasser eingespielt wird, kaum etwas, und unter Wasser kann man die Musik sehr gut hören.
Warum hört man im Wasser anders als an der Luft?
Den Unterwasserschall hört man nicht durch den Gehörgang und über das Trommelfell, wie das bei normalem Schall der Fall ist. Stattdessen kommt der Schall über den Schädelknochen in den Kopf. Dadurch hat man das Gefühl, dass die Musik direkt im Kopf spielt. Man schwimmt also sozusagen in der Musik.
Meine Oma hat ein Hörgerät. Wie funktioniert das?
Ein modernes Hörgerät ist wie ein winzig kleiner Computer mit Mikrofon und Lautsprecher. Das Mikrofon nimmt den Schall zuerst aus der Umgebung auf. Dann wandelt der kleine Computer den Schall so um, dass die schwerhörige Person ihn möglichst gut hören kann. Und zum Schluss wird der verbesserte Schall über den Lautsprecher an das Ohr abgegeben. Meistens möchte man gerade Sprache besonders gut verstehen können. Damit das funktioniert, können Hörgeräte störende Geräusche wie zum Beispiel Motorenlärm aus dem Schall herausrechnen.
Wie merkt man, ob man gut hört?
Leider ist es sehr schwer, selbst einzuschätzen, wie gut man hören kann, weil man seine eigenen Eindrücke nicht gut mit anderen vergleichen kann. Am sichersten kann man sein Hörvermögen beurteilen, indem man einen Hörtest beim Arzt oder Hörgeräteakustiker macht. Unabhängig davon, wie gut man hört, sollte man immer versuchen, seine Ohren zu schonen, damit das Hörvermögen nicht schlechter wird. Daher sollte man nicht zu laute Musik hören und nicht zu lange an lauten Orten bleiben, wenn es sich vermeiden lässt.
Mehr Infos
Willst du mehr wissen zum Projekt "Grenzenlose Klangwelten"? Hier stellen wir es dir vor.
Herr Buschermöhle, Sie sind Hörforscher. Was ist das?
Als Hörforscher versuche ich herauszufinden, wie die Ohren funktionieren und warum einige Menschen schlechter hören können als andere. Ganz wichtig ist es mir, den Menschen mit einem Hörverlust helfen zu können, indem ich auch Forschung für Hörgeräte mache.
Können Sie besonders gut hören?
Nein, ich höre genauso gut wie die meisten Menschen.
Beim Leitprojekt „Grenzenlose Klangwelten“ zeigen Sie, wie man unter Wasser hört. Wie geht das?
Im OLantis Huntebad sind Unterwasserlautsprecher angebracht, die Schall im Schwimmbecken erzeugen können. Die Schallschwingungen unter Wasser erreichen nur dann das Innenohr, wenn man seinen Kopf ins Wasser hält. Das heißt, über Wasser hört man von der Musik, die ins Wasser eingespielt wird, kaum etwas, und unter Wasser kann man die Musik sehr gut hören.
Warum hört man im Wasser anders als an der Luft?
Den Unterwasserschall hört man nicht durch den Gehörgang und über das Trommelfell, wie das bei normalem Schall der Fall ist. Stattdessen kommt der Schall über den Schädelknochen in den Kopf. Dadurch hat man das Gefühl, dass die Musik direkt im Kopf spielt. Man schwimmt also sozusagen in der Musik.
Meine Oma hat ein Hörgerät. Wie funktioniert das?
Ein modernes Hörgerät ist wie ein winzig kleiner Computer mit Mikrofon und Lautsprecher. Das Mikrofon nimmt den Schall zuerst aus der Umgebung auf. Dann wandelt der kleine Computer den Schall so um, dass die schwerhörige Person ihn möglichst gut hören kann. Und zum Schluss wird der verbesserte Schall über den Lautsprecher an das Ohr abgegeben. Meistens möchte man gerade Sprache besonders gut verstehen können. Damit das funktioniert, können Hörgeräte störende Geräusche wie zum Beispiel Motorenlärm aus dem Schall herausrechnen.
Wie merkt man, ob man gut hört?
Leider ist es sehr schwer, selbst einzuschätzen, wie gut man hören kann, weil man seine eigenen Eindrücke nicht gut mit anderen vergleichen kann. Am sichersten kann man sein Hörvermögen beurteilen, indem man einen Hörtest beim Arzt oder Hörgeräteakustiker macht. Unabhängig davon, wie gut man hört, sollte man immer versuchen, seine Ohren zu schonen, damit das Hörvermögen nicht schlechter wird. Daher sollte man nicht zu laute Musik hören und nicht zu lange an lauten Orten bleiben, wenn es sich vermeiden lässt.
Mehr Infos
Willst du mehr wissen zum Projekt "Grenzenlose Klangwelten"? Hier stellen wir es dir vor.
Lebenslauf Dr. Michael Buschermöhle
Beruf: Physiker
Alter: 32
Wohnort: Bad Zwischenahn
Kinder: eine Tochter
Hobbies: Radfahren, Geocaching, Schwimmen, Hörbücher hören (aber nicht zu laut!)
Beruf: Physiker
Alter: 32
Wohnort: Bad Zwischenahn
Kinder: eine Tochter
Hobbies: Radfahren, Geocaching, Schwimmen, Hörbücher hören (aber nicht zu laut!)
