Der Tanz im Mineralwasser

Hast du schon mal etwas von tanzenden Senfkörner gehört? Du kannst es ganz einfach selber ausprobieren!

Alter: ab 6 Jahre
Personen: zwei Kinder + ein Erwachsener
Schwierigkeitsgrad: leicht

Du brauchst:

-    Mineralwasser mit viel Kohlensäure
-    Senfkörner, eventuell kleine rote Linsen
-    Rosinen
-    Zerschnittene Gummibandstückchen
-    Großes Konservenglas mit Schraubdeckel (zum Beispiel Gurkenglas)
-    Falls vorhanden: Lupe

Der Versuch:

Bestimmt habt ihr alle schon einmal beobachtet, dass Gasblasen im sprudelnden Mineralwasser nach oben steigen. In diesem Versuch könnt ihr untersuchen, wie bestimmte leichte Gegenstände von den Bläschen mitgerissen werden und zu „tanzen“ beginnen. Füllt dazu das große Glas etwa ¾ voll mit frischem Mineralwasser und gebt einige Senfkörner oder kleine rote Linsen, ein paar Rosinen und vielleicht ein 3cm langes Gummibandstückchen hinein. Dann solltet ihr das Glas verschließen, damit es länger sprudelt.

Das passiert:

Im Sprudelwasser tanzen die Senfkörner auf und nieder, Rosinen steigen langsamer nach oben und sinkDie Senfkoerner tanzen im Gurkenglas.en dann schnell wieder herab. Es ist gut zu beobachten (besonders schön mit der Lupe!), wie sich einzelne Gasbläschen an Senfkörnern, Rosinen oder dem Gummiband festheften. Die Teilchen steigen auf. An der Wasseroberfläche angekommen, lassen die Gasbläschen los und die Teilchen sinken wieder zu Boden. Je mehr Sprudelwasser im Glas ist, umso länger hält der große Tanz an. Dreißig Minuten sind nicht ungewöhnlich.


Die Lösung:


In einer verschlossenen Sprudelwasserflasche sind keinerlei Gasblasen zu sehen. Öffnet man sie, zischt es und viele Gasblasen steigen im Wasser nach oben. Diese bestehen aus Kohlenstoffdioxidgas (CO2), dass bei der Herstellung des Mineralwassers mit viel Druck in das kaltes Wasser gepresst wurde. Weil dabei mehr Sprudelgas in das Wasser gepresst wird als es unter Normalbedingungen aufnehmen würde, beginnt das Gas sofort nach dem Öffnen der Flasche wieder aus dem Wasser zu entweichen. Senfkörner und Rosinen haben viele kleine Kanten, Ecken, Unebenheiten und raue Oberflächen, an denen sich das CO2 „festhalten“ kann. Die anhaftenden Gasblasen sind vergleichbar mit einem „Schwimmring“: Sie erzeugen Auftrieb, weil sie im Verhältnis zu ihrer Größe so leicht sind! An der Wasseroberfläche geht das Gas aus den Bläschen in die Luft über. Das Senfkorn ohne anhaftende Gasbläschen ist dann wieder schwerer als Wasser und sinkt nach unten. Dort docken neue Gasbläschen an und das Ganze wiederholt sich. Bleibt ein Gegenstand auf dem Boden liegen, ist er entweder zu glatt, so dass sich die Gasbläschen nicht ausreichend gut festhalten können oder er ist trotz anhaftender Gasbläschen immer noch zu schwer.

Übrigens:

Der Versuch wurde den Wonx gezeigt vom „Haus der kleinen Forscher“.

Das „Haus der kleinen Forscher“ will bei Kindern Begeisterung für Naturwissenschaften wecken. Dafür können Erzieher beim „Haus der kleinen Forscher“ Experimente kennen lernen und Kurse besuchen. Dort lernen sie, wie viel Spaß Naturwissenschaften und Technik machen und das zeigen sie dann den Kindern im Kindergarten.

Das „Haus der kleinen Forscher“ gibt es mittlerweile in ganz Deutschland – es ist also nicht nur ein Haus. Wenn du oder deine Eltern mehr darüber erfahren möchtest, kannst die Webseite www.haus-der-kleinen-forscher.de angucken. In Oldenburg gibt es mittlerweile auch ein Haus. Das kannst du hier und unter dem Link www.forscherbambini.de kennen lernen.

Kalle Wonx
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